Remember me - Review.
Am Anfang: Rückblick ins Jahr 1991, in dem man sieht, wie die Mutter von Ally erschossen wird. Die zu diesem Zeitpunkt 11-jährige Ally ist bei dem Überfall anwesend.
-> Sprung ins Jahr 2001, New York: Tyler Hawkins wird vorgestellt. Nach dem Selbstmord seines Bruders hat Tyler große Probleme mit seinem Vater Charles, dem sein Erfolg als Anwalt scheinbar wichtiger ist, als Tyler und dessen kleine Schwester Caroline. Später erkennt Tylers Studienfreund und Mitbewohner Aidan Ally als Tochter des Polizisten. Als Revanche für die unfaire Behandlung, schlägt er Tyler vor, sich bei Ally vorzustellen.
Als Ally ohne Rückmeldung über Nacht von zu Hause fernbleibt, nachdem sie auf einer Party zu viel getrunken hat und bei Tyler eingeschlafen ist, gibt es eine Auseinandersetzung zwischen ihr und Neil. Daraufhin flieht Ally zu Tyler und ihre Beziehung vertieft sich immer mehr. Sie meldet sich nur noch gelegentlich bei Neil, wird aber von dessen Arbeitskollegen zusammen mit Tyler gesehen, woraufhin Neil ihren Aufenthaltsort erfährt und Tyler in dessen Wohnung angreift. In der Zwischenzeit legt sich Tyler immer offener mit Charles.
Die Beziehung zu Ally wird auf eine harte Probe gestellt, nachdem sie erfährt, dass Tyler sie nur angesprochen hat, um sich an ihrem Vater zu rächen. Nachdem Caroline widerwillig bei einer Geburtstagsfeier von ihren Schulkameradinnen die Haare kurz geschnitten werden, kümmert sich Tyler liebevoll um sie. Als er sie am nächsten Schultag in ihre Klasse bringt und Caroline aufgrund ihrer neuen Frisur gepiesackt wird, zerstört Tyler aus Wut die Glasscheibe einer Tür.
Als Tyler seinen Vater am nächsten Tag in dessen Büro aufsucht, ist dieser noch nicht dort, da er Caroline in die Schule fährt. Während er auf ihn wartet, schaut Tyler aus dem Bürofenster, wobei die Kameraführung zeigt, wo er sich gerade befindet: im World Trade Center, 11. September 2001.

Daraufhin sieht man in verschiedenen Szenen alle wichtigen Personen in Tylers Leben schockiert im Ascheregen. Während sein Vater gezeigt wird, zitiert Tyler zum zweiten Mal in diesem Film einen Satz: „Was auch immer du im Leben tust, wird unbedeutend bleiben, aber es ist wichtig, dass du es tust, da es niemand sonst tun wird.“
Ende: man sieht Tylers Familie an dessen Grab stehen. Als Lehre aus dem Handlungsausgang scheint Charles sich nun mehr um seine verbliebene Tochter Caroline zu kümmern. Ally ist an der Station, an der ihre Mutter getötet wurde, nachdenklich in eine U-Bahn einsteigen, wobei sie es vorher im Film nach eigener Aussage vermied U-Bahn zu fahren und lieber Taxi fuhr.
Die Story erscheint recht einfach am Anfang - Junge trifft Mädel, die beiden verlieben sich, es gibt Zoff - wurde das Ganze doch erstaunlich gut umgesetzt. Viel Humor, eine angenehme, aber nie überzuckerte Portion Romantik und sympathische Figuren dürften auch zynischere Zuschauer überzeugen. Die Chemie zwischen dem Liebespaar stimmt zweifellos. Der Grund für das Kennenlernen des Liebespaares wirkt etwa recht bemüht; man merkt, dass hier ein künstlicher Motor für die Geschichte konstruiert wird. An den ganz pathetischen Stellen wird auch mal die Fremdschämtoleranzgrenze gekitzelt. Die Figuren bleiben jedoch auch in diesen schwächeren Passagen stets sympathisch und nachvollziehbar.
Und dann dieses Finale.. Am Ende lauert ein Aha-Moment, der die Sicht auf den Rest der Geschehnisse völlig verändert. Und doch merkt man, dass man verstreut immer wieder Hinweise erkannt hat, diese aber nicht richtig einordnen konnte. Wer eine einfache Liebesschmonzette mit viel Romantik erwartet, wird da vielleicht enttäuscht. Pech. Anstatt Romantikkitsch bietet der Film einen finalen Twist, der gleichzeitig zum zeitgenössischen Kommentar wird, den man dem kleinen Film gar nicht zugetraut hätte.